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Forschungsgruppe Nachhaltigkeit und KlimapolitikProf. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A. |
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Neue Publikationen und Vorträge
Bei Nomos ist „Theorie der Nachhaltigkeit: Rechtliche, ethische und politische Zugänge - am Beispiel von Klimawandel, Ressourcen-knappheit und Welthandel“ von Felix Ekardt erschienen mit einem eigenen, breiten Ansatz zu den Grundlagen von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, zur Menschenrechtstheorie, zu den Ursachen fehlender Nachhaltigkeit und zu einer wirksamen Klima- und Ressourcenpolitik. Es ist die neu geschriebene Zweitauflage seiner Habilschrift. Summary und Bestellformular
Ein ganz anderes globales Klima-Konzept jenseits von Cancun und Kopenhagen, eine Kritik der Klima-Ökonomen (Stern u.a.) und eine Kritik des Setzens auf überwiegend freiwilliges Handeln von Unternehmen und Bürgern im Klimaschutz findet sich in drei aktuellen Tageszeitungs-Beiträgen hier sowie in einigen Beiträgen im Kontext von Durban, Cancun usw. unter dem Button Neue Publikationen.
Sukzessive erscheinen jetzt (auch hier) eine Reihe von Studien für öffentliche Auftraggeber - meist englisch und deutsch in ähnlichen Versionen vorliegend - zu o.g. Klima- und Ressourcen-Themen, etwa hier und unter Neue Publikationen und Vorträge.
Die Kernaufgabe des 21. Jahrhunderts ist die Erreichung einer dauerhaft und global durchhaltbaren Lebens- und Wirtschaftsweise. Genau dafür steht in politischer, ethischer und rechtlicher Stoßrichtung der Begriff Nachhaltigkeit. Dabei ist neben der Energie- und Ressourcenthematik der Klimawandel das wichtigste Handlungsfeld. Er bedroht wie nichts zuvor unsere Existenz, unser Wirtschaftssystem und den Frieden. Damit stellt er zugleich unsere ethischen Überzeugungen auf die Probe. Die bisherige Energie- und Klimapolitik ist freilich - entgegen landläufiger Auffassung - im Kern kein Erfolg gewesen.
Diese Themen bearbeiten Prof. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A., Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock (Juristische Fakultät), und seine Forschungsgruppe Nachhaltigkeit und Klimapolitik mit ihren rund 20 Mitgliedern.
Einen aktuellen Eindruck einiger Ansätze, Positionen und Fragestellungen der Forschungsgruppe erhält man in einem Artikel zur deutschen und europäischen Energiewende nach Fukushima aus der Süddeutschen Zeitung hier
Die Forschungsgruppe widmet sich Forschung, Lehre, Projektarbeit, Politikberatung, rechtlicher Begutachtung sowie einer breiten Vortragstätigkeit, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit insbesondere in den Bereichen
Recht und Politik der Nachhaltigkeit und besonders des Klimaschutzes auf globaler, europäischer und nationaler Ebene - einschließlich der vielfältigen Ebenen und Bezüge vom WTO-Recht über das internationale und nationale Landnutzungsrecht, das Kommunalrecht, das Vergaberecht usw. usw. - sind damit das zentrale Thema. Gerechtigkeits- und Governance-Fragen fließen dabei stets ein. Einerseits geht es uns um die Analyse des bestehenden Rechtsrahmens und des politischen Instrumentariums. Andererseits steht die Entwicklung von Reformoptionen im Vordergrund. Wir entwickeln dabei auch solche Optionen, die jenseits gängiger Muster liegen. Alternative, unbequeme, innovative (und transdisziplinäre) Lösungsansätze sind ein zentrales Anliegen der Forschungsgruppe. Damit ziehen wir bewusst eine gewisse Grenze zu anderen Ansätzen in der Politikberatung und Drittmittelforschung.
Wesentlich ist uns die Perspektive einer Klimasozialwissenschaft: die Verknüpfung des Klimaschutzrechts mit der philosophischen Theorie der Klima-Gerechtigkeit, aber auch mit soziologischen und ökonomischen – und manchmal auch historischen oder religionswissenschaftlichen – Ansätzen. Wir interessieren uns besonders für komplexe interdisziplinäre Ansätze, die die bisher mangelnde praktische Durchsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens erklären, sowie Konzepte, die in dieser Hinsicht Abhilfe versprechen. Insoweit kommt es teilweise auch zu einer Kritik einiger gängiger Hintergrundannahmen in der Umweltethik, Umweltsoziologie und Umweltökonomik. Dies verspricht nicht nur wichtige Erkenntnisgewinne für die Themenfelder Klima und Recht, Gerechtigkeit und Recht sowie Nachhaltigkeit und Recht, sondern auch für andere Fragenkreise: etwa für die Grundlagen von Gerechtigkeit und Ethik, für die Zukunft von Wachstum und Marktwirtschaft - und für die Grenzen von bottom-up-Ansätzen und von Corporate Social Responsibility. Die Dominanz der Wirtschafts- und Naturwissenschaften wird damit bewusst relativiert.
Die Forschungsgruppe ist international und disziplinübergreifend vor allem durch Felix Ekardt auf einer Vielzahl von Tagungen und Veranstaltungen mit Vorträgen präsent (siehe Rubrik "Vorträge"). Ferner veranstaltet sie im Jahr neben mehreren internen Workshops meist auch einige öffentliche Tagungen (siehe Rubrik "Werdegang"). Eine jährliche Tagung wird gemeinsam mit der evangelischen Kirche in Hofgeismar bei Kassel ausgerichtet, zuletzt am 12./13.04.2011 über "Erneuerbare Energien: Ambivalenzen, Governance, Rechtsfragen" und kommendes Jahr am 09./10.06.2012 zu "Information, Partizipation, Rechtsschutz" nach Stuttgart21 und im Zuge der Energiewende. Im November findet jährlich am Rande der Gesellschaft für Umweltrecht (in geraden Jahren in Leipzig, in ungeraden Jahren in Berlin) ein Workshop gemeinsam mit dem BUND e.V. statt, 2010 zu Rechtsfragen von Kohlekraftwerken, 2011 zu Bürgerbeteiligung und Klagerechten. Im September 2011 fand ferner in Bremen ein Workshop "Top-Down versus Bottom-Up in der Nachhaltigkeitspolitik" statt. Letzterer Workshop sowie die Hofgeismar-Tagungen werden jeweils voraussichtlich in Büchern dokumentiert
Felix Ekardt und sämtliche Mitglieder der Forschungsgruppe sind assoziiert mit dem Ostseeinstitut für Seerecht, Umweltrecht und Infrastrukturrecht der Universität Rostock. Die Forschungsgruppe arbeitet ferner für gemeinsame Studien, Tagungen, Vortragsveranstaltungen, Sammelbände u.a.m. mit einer Vielzahl öffentlicher Institutionen, Universitäten, Stiftungen, NGOs usw. im In- und Ausland und aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zusammen, die aus den Rubriken Projekte, Publikationen, Vorträge und Werdegang ersichtlich sind.